Meine lange Beziehung zur Serengeti - Warum und Wieso

19. April 2026

Warum ist sie so fest verankert in meinem Leben..... 
Warum ich immer wieder in die Serengeti zurückkehre

Viele Menschen fragen mich, warum es mich immer wieder in die Serengeti zieht. 
Warum gerade dieser Ort mich so festhält.

Die Antwort beginnt weit früher, als man vielleicht denkt – in meiner Kindheit.
Ich erinnere mich noch gut an eine Szene im Sandkasten.
Eine Frau sagte damals immer wieder zu mir:
„Brigitte, wenn du groß bist, kommst du zu mir nach Afrika – dann zeige ich dir die Äffchen.“

Sie sagte diesen Satz oft zu mir.
Damals war es nur eine liebevolle Bemerkung, vielleicht sogar ein kleines Kindermärchen.
Doch irgendwo in mir ist dieser Satz geblieben.

Viele Jahre später stand ich mitten im Berufsleben. Afrika war immer noch ein Traum – aber einer, der sehr weit entfernt schien.
Die Reisen waren teuer, und ich hatte schlicht nicht die Möglichkeit, mir diesen Traum zu erfüllen.
Doch irgendwann kam ein Moment, an dem ich eine Entscheidung traf.

Mit 50 Jahren begann ich noch einmal ein MBA-Studium – neben meiner Tätigkeit im Vertrieb.
Diese zweieinhalb Jahre waren alles andere als einfach. Studium, Arbeit, Alltag – es war eine intensive Zeit.

Aber ich hatte mir selbst ein Versprechen gegeben:
Wenn ich dieses Studium so abschließe, wie ich es mir vorgenommen habe,
dann fahre ich nach Afrika. Dieses Ziel hat mich durch viele lange Tage und Nächte getragen.

Heute, wenn ich diese Zeilen schreibe, weiß ich:
Man kann sich Träume erfüllen – auch wenn sie lange warten mussten. Und vielleicht ist genau deshalb die Serengeti für mich mehr als nur ein Ort.
Sie ist ein Traum, der in einem Sandkasten begann.
Und der zeigt, dass es sich lohnt, an seine eigenen Wege 
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Seit 2014 reise ich nun regelmäßig in die Serengeti. Nicht einmal, nicht gelegentlich – sondern immer wieder.
Zwei-, manchmal drei Mal im Jahr. Über viele Jahre hinweg ist aus einer Reise eine Beziehung geworden.
Die Serengeti ist für mich kein Ziel auf einer Landkarte.
Sie ist ein Ort, an dem Zeit anders funktioniert, und ja das lernt man dort. Ein Raum, in dem Stille Bedeutung bekommt und in dem man lernt, wieder genau hinzusehen.
Je öfter ich zurückkehre, desto weniger will ich dort „erleben“ – und desto mehr will ich einfach sein.
Mit der Zeit habe ich gelernt, dass die Serengeti nichts erzwingt.
Sie zeigt sich nicht auf Bestellung.
Sie öffnet sich jenen, die Geduld mitbringen, Respekt zeigen und bereit sind, den Rhythmus der Natur anzunehmen und diese ist das was ich so an ihr Liebe. 
Genau das ist der Kern meiner Reisen.
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Mit mir zu reisen bedeutet, nicht durch die Serengeti zu fahren, sondern in ihr anzukommen.
Ich kenne die Landschaften, das Licht, die Jahreszeiten und das Verhalten der Tiere – aber vor allem kenne ich das Tempo, das es braucht, damit echte Momente entstehen.Das habe ich gelern in all den Reisen in die Serengeti. 
Es gibt keine Eile, keine Checkliste, kein „wir müssen noch weiter“.
Wenn etwas geschieht, bleiben wir.
Wenn nichts geschieht, bleiben wir ebenfalls.

Was diese Reise besonders macht, ist nicht nur meine Erfahrung, sondern die Art, wie wir unterwegs sind.
Wir reisen in sehr kleinen Gruppen, maximal vier bis sechs Personen.
Das schafft Ruhe, Nähe und Vertrauen – untereinander und gegenüber der Natur.
Es erlaubt uns, flexibel zu sein, auf Licht, Wetter und Tierverhalten zu reagieren, ohne Kompromisse.

Die Serengeti selbst ist ein Ort von zeitloser Kraft

Unendliche Ebenen, wandernde Herden, Raubtiere, die nicht spektakulär jagen, sondern einfach existieren.
Hier wird nichts inszeniert. Alles folgt einem uralten Gleichgewicht, das man nicht erklären muss, sondern spürt.
Diese Reise ist einzigartig, weil sie nicht versucht, Afrika zu verkaufen.

Sie lädt dazu ein, Afrika zu begegnen.

Nicht als Tourist, nicht als Konsument, sondern als Gast in einer Welt, die größer und älter ist als wir selbst.
Viele, die mit mir reisen, sagen später, dass sie nicht nur Bilder mit nach Hause nehmen, sondern eine andere Art zu sehen.
Mehr Geduld
Mehr Ruhe
Mehr Vertrauen in den Moment

Und vielleicht ist genau, dass der Grund, warum ich immer wieder zurückkehre.
Die Serengeti erinnert mich daran, was wirklich zählt – und ich teile diesen Weg nur mit Menschen, die bereit sind, ihn genauso zu gehen.
Serengeti Shall Never Die
Und wer ihr einmal begegnet ist, trägt sie für immer in sich.

Es grüßt euch alle herzlichst eure africawoman Brigitta. Asante Sana.